Das Gegenteil von Grau

am Montag, den 05. November, 19 Uhr

auf der Freifläche des Radio F.R.E.I. (Gotthardtsraße 21, Erfurt)

In Zusammenarbeit mti der Globale 2018 zeigen wir den Film „Das Gegenteil von Grau“:

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

Im Anschluss Gesprächsrunde mit Menschen vom Bündnis Erfurt für Alle und weiteren.

Matthias Coers & Recht auf Stadt Ruhr / 90 min / 2017 / Deutsch mit englischen Untertiteln

Eine Veranstaltung des s.p.u.k. e.V. und der Initiative „Erfurt für ALLE“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V.

Öffentlich bauen statt Private fördern!

am Dienstag, 23. Oktober von 18:00 bis 21:00
in der L50 (Lassallestraße 50, Erfurt)

Investitionen in einen öffentlichen Wohnungsbestand: Nötig – Sinnvoll – Machbar!

Den Mangel an bezahlbaren Wohnungen leugnet heute niemand mehr, nicht einmal der ebenso zuständige wie untätige Minister Seehofer. Auch herrscht Konsens, dass öffentliche Mittel in beachtlichem Umfang zur Behebung dieses Mangels in die Hand genommen werden müssen. Die Lösung dieser Wohnungsfrage will die Politik beim „Wohngipfel“ am 21. September gemeinsam mit Verbänden und Immobilienwirtschaft diskutieren. Hier werden die wohnungspolitischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt und die Richtung ist schon absehbar: Im Kern geht es um eine Neuauflage von Investoren- und Eigentumsförderung durch Zuschüsse, Darlehen und Steuervergünstigungen, um die dringend nötige Bautätigkeit anzuregen. Diese Maßnahmen werden vor allem privaten Akteuren zu Gute kommen und die öffentliche Hand viel Geld kosten.
Eine soziale Alternative wären öffentliche Investitionen in den Aufbau eines neuen kommunalen Wohnungsbestands, der dauerhaft im öffentlichen Eigentum verbleibt. Im MEMORANDUM 2018 plädierte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik für ein wohnungspolitisches Sofortprogramm, das den Bau von 100.000 solcher Wohnungen für 7 Milliarden Euro jährlich vorsieht. Das dies nicht nur nötig und sinnvoll, sondern auch machbar und zeitgemäß ist, zeigt etwa ein Blick nach Wien, das den stadteigenen Gemeindebau 2017 mit einem ähnlichen Modell wieder aufgenommen hat.
Sebastian Gerhardt (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)

Eine Veranstaltung des s.p.u.k. e.V. und der Initiative „Erfurt für ALLE!“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V. im Rahmen der alternativen Einführungstage.

Ein Abend mit dem ISEK


am Freitag, 21. September von 17:00 bis 21:00
im Veto (Magdeburger Allee 180, 99086 Erfurt)

„ISEK Erfurt 2030“ steht für „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ für Erfurt.

Erfurt für Alle! lädt für den 21.09.2018 von 17-21 Uhr zu einem Workshop ins Veto. Wir wollen uns kritisch damit auseinandersetzen, was es mit diesem Konzept auf sich hat. Laut offizieller Verlautbarung soll es ja auf „gesamtstädtischer Ebene“ „Ziele für die wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung“ formulieren. Und zwar vor dem Hintergrund eines sich scheinbar „verschärfenden Standortwettbewerb der Städte“.
Wir fragen uns: Was ist von einem Konzept zu erwarten, das auch in der Fortschreibung konsequent zwischen „Innere Stadt“ als „Kernstadt“ (= Zentrum) und „Äußere Stadt“ mit den „Großwohnsiedlungen“ (=Peripherie) differenziert?
DIe Veranstaltung bei Facebook.

Eine Veranstaltung des s.p.u.k. e.V. und der Initiative „Erfurt für ALLE“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V.

1. Thüringer Mietparade – ein voller Erfolg

Am Samstag, den 7. April 2018, fand in Erfurt die erste Thüringer Mietparade statt. Unter dem Motto „Keine Profite mit unserer Miete“ gingen rund 500 Menschen auf die Straße, um gegen steigende Mieten und den Ausverkauf der Städte zu demonstrieren. Die Veranstalter*innen zeigten sich mit der Beteiligung höchst zufrieden. „Es haben sich mehr Menschen als erwartet an der Mietparade beteiligt. Das zeigt, dass leistbare Mieten für viele Menschen eine wichtige Forderung darstellt.“, sagte Sabine Blumenthal vom Bündnis „Erfurt für Alle!“. Zur Demonstration aufgerufen hatten 18 verschiedene Gruppen und Organisationen. Gefordert wurden: der sofortige Stopp des Ausverkaufes von städtischen Immobilien und Grundstücken und eine bessere Beteiligung der Einwohner*innen an der Stadtentwicklung. „Viele Menschen wollen selbstbestimmt leben, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten. Dies können profitorientierte Investoren nicht leisten. Deshalb brauchen wir andere Eigentumsformen wie Genossenschaften und selbstorganisierte Wohnprojekte.“, bekräftigten die Organisator*innen. „Wir werden weiter am Ball bleiben und freuen uns über rege Beteiligung.“

An der Demonstration beteiligten sich auch Menschen aus den Städten Leipzig und Berlin, wo der Mangel an leistbarem Wohnraum schon länger akut ist. Neben Redebeiträgen und Musik gab es eine Performance die das Thema Wohnen und Verdrängung künstlerisch bearbeitete. Die Demonstration endete vor dem alten Erfurter Schauspielhaus, wo ein genossenschaftlich organisierter, unkommerziell genutzter Kulturraum entstehen soll.

Das Radio F.R.E.I. hat eine Reportage der Mietparade produziert: hier anhören

UNIversal, das Studentenmagazin auf Radio F.R.E.I. hat eine Organisatorin der Mietparade interviewt:

Fotos: Andreas Bauermeister

          

Preisschild: Miete über 30% des Einkommens?

Eine Mietbelastungsquote über 30% des Einkommens gilt gemeinhin als problematisch; besonders für Haushalte mit geringem Einkommen, denen somit zu wenig Einkommen für die sonstige Lebensführung bleibt. Viele Menschen müssen jedoch mit einer höheren Mietbelastung auskommen. Doch wer weiß das und wie viele Menschen sind bereits davon betroffen? Wir wollen es allen zeigen. Liegt deine/eure Miete auch über 30% des Haushaltseinkommens? Dann schneide das Preisschild aus und hänge es aus deinem Fenster! Damit alle und besonders die PolitikerInnen sehen können, wie wichtig dieses Thema ist!

Download Preisschild als .pdf

Mitmachaktion zur Erfurter Wohnungspolitik

Wir von Erfurt für ALLE haben an mehreren Stadtteilzentren in Erfurt Pinnwände aufgestellt. Auf diese können Anwohner*innen ihre Meinung zur Erfurter Wohungspolitik loswerden. Auf der Mietparade am 7. April werden wir die Wünsche und Kritikpunkte öffentlich vorlesen. Pinnwände stehen im SozialSalon am Ilversgehofener Platz in der Magdeburger Allee 165 (im alten „Goldbroiler“), in der [L50] in der Lassallestraße 50, im Family-Club Am Drosselberg 26 und im Mehrgenerationenhaus am Moskauerplatz in der Moskauer Straße 114.

Die Pinnwand vor Erfurt für ALLE im Family-Club auf dem Drosselberg

Die Pinnwand im Mehrgenerationenhaus am Moskauser Platz

Erfurt für Alle – Stadt von unten?!


Erfurt für ALLE lädt am 13. März die Wohnraum Aktivistin Lisa Vollmer der Initiative „Stadt von Unten“ zu einem Vortrags- und Diskussionsabend ein.

Die Initiative „Stadt von Unten“ konnte erfolgreich die Privatisierung des Dragonerareals im Rathausblock in Berlin verhindern. Nun soll auf dem Gelände „Selbstverwaltet und Kommunal“ ein Modellprojekt mit 100% bezahlbaren Mieten und dauerhafter Absicherung entstehen.
Wohnraum-Aktivistin Lisa Vollmer gibt Einblicke in die Arbeit und
Entwicklung der Initiative. Im Anschluss wollen wir gemeinsam
diskutieren, den aktuellen Stand der Wohnraumsituation in Erfurt
betrachten und etwas in die Zukunft blicken: Wie könnten moderne
Wohnraumstrategien für Erfurt aussehen?

Wann: Dienstag, den 13. März 2018, 19 Uhr
Wo: Radio F.R.E.I. Gotthardtstraße 21, 99084 Erfurt

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen statt.

Die Veranstaltung auf Facebook:  Erfurt für ALLE – Stadt von Unten?!
Weitere Infos findet ihr hier: Facebookseite Stadt von unten

16.-17.02. Zweitägiger Workshop zu Adbusting



An jeder Ecke nervt sie uns, will uns was aufschwatzen oder das Image von Großkonzernen und Politik aufpolieren. Ihr habt keine Lust mehr auf diese märchenhaften Lügen?
Dann macht mit beim zweitägigen Adbusting Workshop.

Adbusting ist eine Form der Straßenkunst, die mit kreativen Mitteln Werbung entlarvt. Bestehender Werbung wird mit kleinen, aber feinen Veränderungen eine neue Bedeutung verliehen oder sogar komplett umgekehrt. Gemeinsam wollen wir uns ansehen, wie Werbung funktioniert und an praktischen Beispielen ausprobieren, was man der Allgegenwart der Werbung entgegensetzen kann.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung per Email wird gebeten: info[at]erfurtfueralle[punkt]de

Teil I: Freitag, 16.02.2018, 16 bis 20 Uhr im veto, Magdeburger Allee 180, Erfurt
Teil II: Samstag, 17.02.2018, 10 bis 16 Uhr, Lassallestraße 50, Erfurt

Eine Veranstaltung des Bündnisses „Erfurt für Alle!“ mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung-Thüringen.

07. April – Mietparade: „Keine Profite mit unserer Miete!“

Euer BOOM? Unser BÄÄM!
Eine leistbare Mietwohnung? Kaum zu bekommen! Nicht in Jena, nicht in Weimar, nicht
in Erfurt. Das, was derzeit als Thüringer „Immobilien-Boom“ gefeiert wird, bedeutet für
uns Mieterinnen und Mieter vor allem eins: Mieterhöhungen. So sind die Mieten in Erfurt
von 2007 bis 2015 im Schnitt um 26% gestiegen, in Jena liegen die Kaltmieten über dem
Bundesdurchschnitt und weit über dem für Thüringen. Viele Menschen müssen einen
immer größeren Teil ihres Einkommens für das Wohnen aufbringen, haben Angst vor
Verdrängung und einem unfreiwilligen Umzug. Zuziehende haben Probleme, überhaupt
eine Bleibe zu finden. In Erfurt, Jena und Weimar mangelt es massiv an leistbarem
Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, für Geflüchtete, für
Alleinerziehende, für Alte, …

Schuld daran ist der Immobilienmarkt, welcher der kapitalistischen Logik der
Profitmaximierung folgt. Und eine Politik, welche die Liberalisierung des
Wohnungsmarktes und die Privatisierung von Wohnraum vorantreibt. Gemeinsam
verwandeln sie die Stadt in eine soziale Gefahrenzone, in der vielen Menschen die
Verdrängung droht. Doch unser Zuhause ist kein Anlageobjekt, die Thüringer Städtekette
kein Diamantencollier. Deshalb werden wir uns am 7. April 2018 mit der 1. Mietparade
die Stadt zurücknehmen.

Recht auf Stadt? Die Freiheit nehm‘ ich mir!
• Wir gehen gemeinsam auf die Straße, weil wir den Ausverkauf und die Vermarktung
der Stadt nicht länger hinnehmen wollen. Wir wollen eine Politik, die nicht den roten
Teppich für Investoren ausrollt, sondern das Recht auf guten Wohnraum für Alle
durchsetzt.
• Wir gehen gemeinsam auf die Straße, weil unsere Städte mehr sind als Tagungszentren,
Freiluftmuseen oder Wirtschaftsstandorte mit Autobahnkreuz und ICE-Knoten.
• Wir gehen gemeinsam auf die Straße, weil wir keine Konsummeilen mit
Alkoholverboten, Gefahrengebieten und rassistischen Kontrollen wollen.
• Wir wollen in einer Stadt leben, die vielfältig, bunt und unkommerziell ist und von uns
selbst gestaltet wird.
• Wir gehen gemeinsam auf die Straße, denn die Stadt gehört uns Allen.

07.04.2018 | 14 Uhr | Erfurt | Willy-Brandt-Platz (Bahnhofsvorplatz)

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