1. Thüringer Mietparade – ein voller Erfolg

Am Samstag, den 7. April 2018, fand in Erfurt die erste Thüringer Mietparade statt. Unter dem Motto „Keine Profite mit unserer Miete“ gingen rund 500 Menschen auf die Straße, um gegen steigende Mieten und den Ausverkauf der Städte zu demonstrieren. Die Veranstalter*innen zeigten sich mit der Beteiligung höchst zufrieden. „Es haben sich mehr Menschen als erwartet an der Mietparade beteiligt. Das zeigt, dass leistbare Mieten für viele Menschen eine wichtige Forderung darstellt.“, sagte Sabine Blumenthal vom Bündnis „Erfurt für Alle!“. Zur Demonstration aufgerufen hatten 18 verschiedene Gruppen und Organisationen. Gefordert wurden: der sofortige Stopp des Ausverkaufes von städtischen Immobilien und Grundstücken und eine bessere Beteiligung der Einwohner*innen an der Stadtentwicklung. „Viele Menschen wollen selbstbestimmt leben, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten. Dies können profitorientierte Investoren nicht leisten. Deshalb brauchen wir andere Eigentumsformen wie Genossenschaften und selbstorganisierte Wohnprojekte.“, bekräftigten die Organisator*innen. „Wir werden weiter am Ball bleiben und freuen uns über rege Beteiligung.“

An der Demonstration beteiligten sich auch Menschen aus den Städten Leipzig und Berlin, wo der Mangel an leistbarem Wohnraum schon länger akut ist. Neben Redebeiträgen und Musik gab es eine Performance die das Thema Wohnen und Verdrängung künstlerisch bearbeitete. Die Demonstration endete vor dem alten Erfurter Schauspielhaus, wo ein genossenschaftlich organisierter, unkommerziell genutzter Kulturraum entstehen soll.

Fotos: Andreas Bauermeister

          

Preisschild: Miete über 30% des Einkommens?

Eine Mietbelastungsquote über 30% des Einkommens gilt gemeinhin als problematisch; besonders für Haushalte mit geringem Einkommen, denen somit zu wenig Einkommen für die sonstige Lebensführung bleibt. Viele Menschen müssen jedoch mit einer höheren Mietbelastung auskommen. Doch wer weiß das und wie viele Menschen sind bereits davon betroffen? Wir wollen es allen zeigen. Liegt deine/eure Miete auch über 30% des Haushaltseinkommens? Dann schneide das Preisschild aus und hänge es aus deinem Fenster! Damit alle und besonders die PolitikerInnen sehen können, wie wichtig dieses Thema ist!

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