Preisschild: Miete über 30% des Einkommens?

Eine Mietbelastungsquote über 30% des Einkommens gilt gemeinhin als problematisch; besonders für Haushalte mit geringem Einkommen, denen somit zu wenig Einkommen für die sonstige Lebensführung bleibt. Viele Menschen müssen jedoch mit einer höheren Mietbelastung auskommen. Doch wer weiß das und wie viele Menschen sind bereits davon betroffen? Wir wollen es allen zeigen. Liegt deine/eure Miete auch über 30% des Haushaltseinkommens? Dann schneide das Preisschild aus und hänge es aus deinem Fenster! Damit alle und besonders die PolitikerInnen sehen können, wie wichtig dieses Thema ist!

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Ein Gedanke zu „Preisschild: Miete über 30% des Einkommens?

  1. Die Idee ja an sich ist ganz gut, nur ist der Text mMn viel zu abstrakt, harmlos pauschal gehalten. Statt „Meine Miete verschlingt …“ sollte es den i.G. tatsächlichen „Tatbestand“ dokumentieren. Nämlich „Der Vermieter kassiert XXL% meines/unseres Einkommens als Miete“. Ich denke, nur wenn man das Übel offen und sehr deutlich an der Wurzel packt, so offen beim „Namen“ nennt, erst dann besteht Aussicht auf Erfolg, dem Mieter gerechte Veränderung. Die Vermieter-Profiteure haben auch keine Skrupel und kassieren schamlos ab. Solch harmlose Protest-Noten ändern nichts oder wenn, nur wenig. Darüber werden die mutmaßlichen Verantwortlichen höchstens ein müdes, mitleidiges Lächeln übrig haben, mehr nicht. Was die Politiker angeht, so werden die dies ggf. temporär zur Kenntnis nehmen. Empathie erzeugt diese zurückhaltend nette, abstrakte Protest-Dokumentation sicher nicht. Es wäre völlig neu, wenn dies diesmal, der Bevölkerung bzw. der Wähler gegenüber, andere Reaktionen seitens der Politiker und dessen befreundeten Lobbyisten erzeugen würde. Der Druck auf sie muss zielgerichtet direkt und groß sein. Er muss ihnen im besten Sinne „weh tun“. Es ist nur zu befürchten, dass das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ auf absehbare Zeit dem herrschenden kapitalistischen Wirtschaftssystem gerecht wird, sollte sich daran nichts ändern. ERGO, wird sich langfristig nur durch Regulierung von ‚oben‘, per gesetzl. Regulierung, etwas ändern. Denn solange ein Vermieter alle 15 Monate die Grundmiete erhöhen und dabei den sog. Mietspiegel als Berechnungsbasis verwenden darf und nicht, was sicher objektiver wäre, die Lohn- und Gehaltsentwicklung und die Inflationsrate, solange wird sich an dieser Misere nichts ändern.

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