Öffentlich bauen statt Private fördern!

am Dienstag, 23. Oktober von 18:00 bis 21:00
in der L50 (Lassallestraße 50, Erfurt)

Investitionen in einen öffentlichen Wohnungsbestand: Nötig – Sinnvoll – Machbar!

Den Mangel an bezahlbaren Wohnungen leugnet heute niemand mehr, nicht einmal der ebenso zuständige wie untätige Minister Seehofer. Auch herrscht Konsens, dass öffentliche Mittel in beachtlichem Umfang zur Behebung dieses Mangels in die Hand genommen werden müssen. Die Lösung dieser Wohnungsfrage will die Politik beim „Wohngipfel“ am 21. September gemeinsam mit Verbänden und Immobilienwirtschaft diskutieren. Hier werden die wohnungspolitischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt und die Richtung ist schon absehbar: Im Kern geht es um eine Neuauflage von Investoren- und Eigentumsförderung durch Zuschüsse, Darlehen und Steuervergünstigungen, um die dringend nötige Bautätigkeit anzuregen. Diese Maßnahmen werden vor allem privaten Akteuren zu Gute kommen und die öffentliche Hand viel Geld kosten.
 
Eine soziale Alternative wären öffentliche Investitionen in den Aufbau eines neuen kommunalen Wohnungsbestands, der dauerhaft im öffentlichen Eigentum verbleibt. Im MEMORANDUM 2018 plädierte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik für ein wohnungspolitisches Sofortprogramm, das den Bau von 100.000 solcher Wohnungen für 7 Milliarden Euro jährlich vorsieht. Das dies nicht nur nötig und sinnvoll, sondern auch machbar und zeitgemäß ist, zeigt etwa ein Blick nach Wien, das den stadteigenen Gemeindebau 2017 mit einem ähnlichen Modell wieder aufgenommen hat.
 
Sebastian Gerhardt (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
 
Eine Veranstaltung der Initiative „Erfurt für ALLE!“ im Rahmen der alternativen Einführungstage.

Ein Abend mit dem ISEK


am Freitag, 21. September von 17:00 bis 21:00
im Veto (Magdeburger Allee 180, 99086 Erfurt)

„ISEK Erfurt 2030“ steht für „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ für Erfurt.

Erfurt für Alle! lädt für den 21.09.2018 von 17-21 Uhr zu einem Workshop ins Veto. Wir wollen uns kritisch damit auseinandersetzen, was es mit diesem Konzept auf sich hat. Laut offizieller Verlautbarung soll es ja auf „gesamtstädtischer Ebene“ „Ziele für die wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung“ formulieren. Und zwar vor dem Hintergrund eines sich scheinbar „verschärfenden Standortwettbewerb der Städte“.
Wir fragen uns: Was ist von einem Konzept zu erwarten, das auch in der Fortschreibung konsequent zwischen „Innere Stadt“ als „Kernstadt“ (= Zentrum) und „Äußere Stadt“ mit den „Großwohnsiedlungen“ (=Peripherie) differenziert?
DIe Veranstaltung bei Facebook.