Europaweiter Aktionstag „Wohnraum für Alle“ – „Erfurt für ALLE!“ fordert sicheres zu Hause

Wenn alle zu Hause bleiben sollen, brauchen alle ein Zuhause!“, dies fordert die Initiative „Erfurt für ALLE!“ zum heutigen Aktionstag „Wohnraum für alle“. Am 28. März 2020 wären unter dem Motto „Wohnen für Menschen statt für Profite“ zehntausende Menschen in ganz Europa auf die Straßen gegangen, um gegen hohe Mieten, Zwangsräumungen und Wohnungslosigkeit und für eine solidarische und ökologische Stadtentwicklung zu demonstrieren. Auch für Erfurt waren Aktionen geplant. Doch wegen der Corona-Krise wurden die Veranstaltungen abgesagt.

Die Forderungen des europaweiten Bündnisses sind jedoch aktueller denn je. „Die Corona-Krise verschärft die Wohnungskrise. Wie wollen, dass gerade in der derzeitigen Situation alle gut und sicher wohnen können“, so eine Sprecherin der Initiative „Erfurt für Alle“. Alle, die jetzt ihren Job verlieren oder in die Kurzarbeit geschickt werden, die als kleine Selbstständige oder freiberuflich Tätige Einnahmeausfälle haben, gerieten derzeit in eine Notlage. „Es kann nicht sein, dass große Modeketten die Mietzahlungen verweigern, und gleichzeitig Menschen mit geringem Einkommen um ihr zu Hause bangen müssen.“

Um Wohnungsverluste zu verhindern, existenziellen Ruin abzuwehren und gesundheitlichen Schutz zu sichern, fordert das Europaweite Bündnis als Sofortmaßnahmen:

  • Stopp von Räumungsklagen und Zwangsräumungen!
  • Keine Energie- und Wassersperren!
  • Moratorium für Mietzahlungen, Erlass von Mietschulden und Renditeverzicht!
  • Mietendeckel und Mieterhöhungstopp!
  • Moratorium für Hypothekenzahlungen!
  • Auflösung von Sammelunterkünften wie Lagern und die menschenwürdige Unterbringung!
  • Beschlagnahmung von leerstehenden Wohnungen sowie Ferienwohnungen
  • Legalisierung von Besetzungen leerstehender Wohnungen und Häuser
  • Solidarfonds für Kleingewerbetreibende, Freiberufler_innen, Kultur- und soziale Einrichtungen!
  • Bedingungsloses Grundeinkommen für 6 Monate!

Zudem fordert „Erfurt für Alle“ anlässlich des heutigen Aktionstags, den katastrophalen Zuständen in den griechischen Flüchtlingslagern ein Ende zu bereiten und fordert die Stadt Erfurt auf, Menschen von dort aufzunehmen und Erfurt zum sicheren Hafen zu erklären.

Auf nach Jena zur 2. Mietparade !!

Am 12. Mai 2019 findet in Jena die zweite Thüringer Mietparade statt. Dort möchten wir gemeinsam mit euch hinfahren. Wir treffen uns 10:30 Uhr vor dem Hauptbahnhof Erfurt, um dann gemeinsam 10:50 Uhr mit dem Zug nach Jena zu fahren. Die Demonstration beginnt 12 Uhr am Spittelplatz in Jena.

Eine leistbare Mietwohnung? In Thüringer Städten kaum noch zu bekommen! Deswegen gehen wir am 12. Mai in Jena zur 2. Thüringer Mietparade auf die Straße. Gemeinsam gegen #Mietenwahnsinn und Verdrängung. Wir wollen Städte für ALLE!

Ab 15 Uhr findet im Zentrum das Stadt für ALLE – Fest statt. Dies wird ein Ort für Austausch und Vernetzung sein. Bei hoffentlich sommerlicher Straßenfest-Atmosphäre wollen wir Kraft tanken und Kräfte bündeln. Denn für den Kampf gegen #Mietenwahnsinn und Verdrängung in Thüringen brauchen wir noch einen langen Atem.

Für Kinderspielzeug, Hüpfburg, Speis und Trank, sowie den ein oder anderen kulturellen und musikalischen Beitrag ist gesorgt. Wir laden außerdem selbstorganisierte, politische und soziokulturelle Initiativen ein, sich mit einem Infostand oder Diskussionsangebot am Fest zu beteiligen!

Kommt nach der Mietparade zum Stadt für ALLE – Fest!
Wir wollen in Städten leben, die sich an den Bedürfnissen ihrer Bewohner*innen orientieren, nicht an Profit und Investor*innen. Wir wollen Städte, in denen alle Menschen selbstbestimmt wohnen, leben und bleiben können – unabhängig von Aufenthaltstitel, Einkommen und Lebenslage.

Auch auf Facebook.

Jahrmarkt gegen #Mietenwahnsinn

Samstag den 6. April 2019, finden in vielen Städten Demonstrationen und Aktionen unter dem Motto: „Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“ statt. Wir laden euch von 10 bis 13 Uhr zum Jahrmarkt gegen #Mietenwahnsinn auf den Erfurter Fischmarkt – so verrückt wie der Mietmarkt selbst!

Die Veranstaltung auf Facebook: Jahrmarkt gegen #Mietenwahnsinn

Am 12. Mai 2019 demonstrieren wir gemeinsam in Jena auf der 2. Thüringer Mietparade gegen steigende MIeten und die Profitorientierung des Wohnungsmarktes.

Interessiertentreffen Wohnprojekte

Interessiertentreffen Wohnprojekte organisiert von der Initiative „Erfurt für ALLE!“ und dem s.P.u.K. e.V.

Auch in Erfurt wollen immer mehr Menschen gemeinschaftlich und solidarisch wohnen. Einige Hausprojekte sind in den letzten Jahren Wirklichkeit geworden, viele andere Gruppen sind noch in der Findungsphase. In einer Mischung aus Workshops, Austausch und Vernetzung möchten wir möglichst viele Interessierte an Wohnprojekten zusammenbringen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen wird sich die Projektinitiative Wohnopia vorstellen und das Modell des Mietshäuser Syndikats erläutert. Zudem wollen wir gemeinsam besprechen, wie die politischen Rahmenbedingungen geändert werden müssten, damit nichtprofitorientierte, selbstorganisierte Wohn- und Lebensformen eine bessere Chancen auf Verwirklichung haben.

Wann: 24.11.2018, 12-16 Uhr
Wo: filler Erfurt, Schillerstraße 44, Hinterhaus

Programm
12:00 – 12:45 Uhr Einführung und Kennenlernen
12:45-14:45 Uhr Workshop-Phase : WS1 Projektinitiative Wohnopia | WS2 das Mietshäuser Syndikat
WS3 Erfurt für ALLE | WS4 Feuerwache Weimar (angefragt)
14:45-15:15 Uhr Kaffee und Kuchen (gegen Spende)
15:15-16:00 Uhr Zusammenfassung der Workshops und weitere Vereinbarungen

Die Veranstaltung auf Facebook.

Für eine bessere Planbarkeit der Veranstaltung bitten wir um eine Anmeldung unter: info@wohnopia.de

Offenes Erfurt für ALLE-Treffen 20.11.

Wir laden alle Interessierten zum offenen Erfurt-für-ALLE-Treffen am Dienstag, den 20.11.18, 18 bis 19:30 Uhr in die L50 (Lassallestraße 50) ein.
Wer sich für eine solidarische Stadt und sozialverträgliche Mieten einsetzen möchte, ist bei uns richtig. Ihr könnt mit uns Aktionen starten, Veranstaltungen organisieren oder einfach auch mal bei uns reinschnuppern. Wir freuen uns auf euch.

Kritik an Eigenheimrichtlinie: Öffentlich bauen statt Private fördern!

Pressemitteilung der Initiative “Erfurt für ALLE!” vom 21.10.2018

Am vergangenen Mittwoch wurde nach zweijähriger Erarbeitungszeit im Erfurter Stadtrat die von der Verwaltung vorgelegte „Eigenheimrichtlinie“ diskutiert. „Wir freuen uns, dass die Verwaltung endlich aktiv geworden ist, doch der vorgelegte Entwurf geht in die völlig falsche Richtung“, sagte eine Sprecherin der Initiative „Erfurt für Alle“. „Angesichts rapide steigender Mieten brauchen wir keine weitere Privatisierung von städtischem Besitz.“ Die jetzt vorgelegte Eigenheimrichtlinie sieht vor, städtische Grundstücke und Immobilien vergünstigt an Familien mit Kindern oder mit behinderten Familienmitgliedern zu verkaufen und damit zu privatisieren.“ Ein Eigenheim zu erwerben komme finanziell für Angehörige der Mittel- und Oberschicht in Frage, die ohnehin schon sozial besser gestellt sind.

Einkommensschwache Menschen dagegen, die von steigenden Mieten und Verdrängung am stärksten betroffen sind, haben nichts von dieser Richtlinie. „Ähnlich wie das jüngst beschlossene Baukindergeld, subventioniert die Eigenheimrichtlinie einseitig Mittelstandsfamilien. Wir brauchen nicht noch eine exklusive Mittelstandsförderung, sondern dauerhaft günstige Mieten für alle!“, so die Sprecherin weiter. Da die Richtlinie in den Ausschuss zurück überwiesen wurde, erwarte die Initiative vor diesem Hintergrund eine substanzielle Überarbeitung.
In einem Offenen Brief hatte die Initiative bereits im Juli 2017 gefordert, dass im Falle
einer Veräußerung städtischer Immobilien durch eine Konzeptvergabe sichergestellt
werden soll, dass dauerhaft sozialverträgliche Mieten erhalten bleiben. Gemeinschaftliche, selbstorganisierte und nicht-renditeorientierte Organisationsformen der Bewohner*innen sollten zudem bei einem Verkauf den Vorzug vor Privatinvestoren erhalten.

Warum eine weitere Privatisierung von städtischem Eigentum keine sinnvolle Lösung ist, soll auch bei einer Veranstaltung am Dienstag, den 23. Oktober 2018 um 18 Uhr in der Erfurter Lassallestraße 50 erörtert werden. Sebastian Gerhardt aus Berlin wird in seinem Vortrag „Öffentlich bauen statt Private fördern“ begründen, warum öffentliche Investitionen in den kommunalen Wohnungsbestand, der dauerhaft im öffentlichen Eigentum verbleibt, eine sinnvollere Alternative darstellen.
Sebastian Gerhardt ist Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik In ihrem MEMORANDUM. 2018 plädierte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik für ein wohnungspolitisches Sofortprogramm, das den Bau von 100.000 solcher Wohnungen für 7 Milliarden Euro jährlich vorsieht. „Wir laden alle Interessierten und gerade auch die politischen Entscheidungsträger*innen sowie die Mitarbeiter*innen der Verwaltung herzlich ein, mit uns gemeinsam zu diskutieren“

Offener Brief von Erfurt für ALLE vom Juli 2017

Öffentlich bauen statt Private fördern!

am Dienstag, 23. Oktober von 18:00 bis 21:00
in der L50 (Lassallestraße 50, Erfurt)

Investitionen in einen öffentlichen Wohnungsbestand: Nötig – Sinnvoll – Machbar!

Den Mangel an bezahlbaren Wohnungen leugnet heute niemand mehr, nicht einmal der ebenso zuständige wie untätige Minister Seehofer. Auch herrscht Konsens, dass öffentliche Mittel in beachtlichem Umfang zur Behebung dieses Mangels in die Hand genommen werden müssen. Die Lösung dieser Wohnungsfrage will die Politik beim „Wohngipfel“ am 21. September gemeinsam mit Verbänden und Immobilienwirtschaft diskutieren. Hier werden die wohnungspolitischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt und die Richtung ist schon absehbar: Im Kern geht es um eine Neuauflage von Investoren- und Eigentumsförderung durch Zuschüsse, Darlehen und Steuervergünstigungen, um die dringend nötige Bautätigkeit anzuregen. Diese Maßnahmen werden vor allem privaten Akteuren zu Gute kommen und die öffentliche Hand viel Geld kosten.
Eine soziale Alternative wären öffentliche Investitionen in den Aufbau eines neuen kommunalen Wohnungsbestands, der dauerhaft im öffentlichen Eigentum verbleibt. Im MEMORANDUM 2018 plädierte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik für ein wohnungspolitisches Sofortprogramm, das den Bau von 100.000 solcher Wohnungen für 7 Milliarden Euro jährlich vorsieht. Das dies nicht nur nötig und sinnvoll, sondern auch machbar und zeitgemäß ist, zeigt etwa ein Blick nach Wien, das den stadteigenen Gemeindebau 2017 mit einem ähnlichen Modell wieder aufgenommen hat.

Sebastian Gerhardt (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)

Eine Veranstaltung des s.p.u.k. e.V. und der Initiative „Erfurt für ALLE!“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V. im Rahmen der alternativen Einführungstage.

13.10. We are not your Kreativquartier! Für ein solidarisches Ilversgehofen!

Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wird Erfurt Nord neben der ICE-City als eines der zukunftsträchtigsten Entwicklungsprojekte benannt. Bereits dort angesiedelte Kultur- und Kreativprojekte wie z.B. das Klanggerüst oder die Saline 34 werden schon jetzt als Leistungsträger*innen der Gentrifizierung stilisiert, die Investoren auch in den Norden locken sollen. Die wiederum treiben die Mieten in die Höhe. Soziale und solidarische Stadtpolitik sieht anders aus. Wir wollen gemeinsam mit euch überlegen, wie wir kulturelle Angebote im Viertel bewahren und fördern können, ohne in die neoliberale Vereinnahmungs-Falle zu tappen.

Eine Veranstaltung von „Erfurt für ALLE!“ im Rahmen des Hood not Kiez – Festivals 2018.

Wann? 13.10.2018, 17 Uhr
Wo? veto, Magdeburger Allee 180

Das Gegenteil von Grau

am Montag, den 05. November, 19 Uhr

auf der Freifläche des Radio F.R.E.I. (Gotthardtsraße 21, Erfurt)

In Zusammenarbeit mti der Globale 2018 zeigen wir den Film „Das Gegenteil von Grau“:

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

Im Anschluss Gesprächsrunde mit Menschen vom Bündnis Erfurt für Alle und weiteren.

Matthias Coers & Recht auf Stadt Ruhr / 90 min / 2017 / Deutsch mit englischen Untertiteln

Eine Veranstaltung des s.p.u.k. e.V. und der Initiative „Erfurt für ALLE“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V.

Ein Abend mit dem ISEK


am Freitag, 21. September von 17:00 bis 21:00
im Veto (Magdeburger Allee 180, 99086 Erfurt)

„ISEK Erfurt 2030“ steht für „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ für Erfurt.

Erfurt für Alle! lädt für den 21.09.2018 von 17-21 Uhr zu einem Workshop ins Veto. Wir wollen uns kritisch damit auseinandersetzen, was es mit diesem Konzept auf sich hat. Laut offizieller Verlautbarung soll es ja auf „gesamtstädtischer Ebene“ „Ziele für die wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung“ formulieren. Und zwar vor dem Hintergrund eines sich scheinbar „verschärfenden Standortwettbewerb der Städte“.
Wir fragen uns: Was ist von einem Konzept zu erwarten, das auch in der Fortschreibung konsequent zwischen „Innere Stadt“ als „Kernstadt“ (= Zentrum) und „Äußere Stadt“ mit den „Großwohnsiedlungen“ (=Peripherie) differenziert?
DIe Veranstaltung bei Facebook.

Eine Veranstaltung des s.p.u.k. e.V. und der Initiative „Erfurt für ALLE“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V.